Berufsorientierung

In der Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Emotionale und Soziale Entwicklung müssen die Bemühungen zur beruflichen Eingliederung noch gezielter als in der Regelschule einsetzen.  In Anlehnung an die Richtlinien wurde für die Josefsschule Wettringen ein auf die spezielle Situation der Schülerschaft bezogenes Curriculum der Berufswahlvorbereitung entwickelt. Die verschiedenen berufsorientierenden Maßnahmen sind im „Berufswahlfahrplan“ der Josefsschule festgelegt.


Im Berufswahlfahrplan sind für die Schülerinnen und Schüler der 8. Jahrgangsstufe eine, für die der 9. und 10. Jahrgangsstufe zwei Betriebserkundungen pro Schuljahr vorgesehen. Die Jungen und Mädchen recherchieren und sammeln dabei aktiv Informationen unter gezielten Fragestellungen in einem ausgewählten Betrieb.

Die Josefsschule Wettringen arbeitet eng mit den zuständigen Berufsberatern der Agentur für Arbeit in Rheine und Steinfurt zusammen. Berufswahlvorbereitende Aktivitäten von Schule und Berufsberatung werden abgestimmt und verzahnt. Permanente und aktive Kooperation zwischen Erziehungsberechtigten, Schule und Berufsberatung ist dringend erforderlich. Berufsorientierende Gruppenveranstaltungen zu allgemein wichtigen Fragen der Berufswahl finden an der Josefsschule in den Klassen 8, 9 und 10 zu Beginn eines jeden Schuljahres statt. Darüber hinaus vereinbart die Schule mit der Berufsberatung für die Jugendlichen individuelle Termine für Einzelberatungsgespräche, bei denen auch die Erziehungsberechtigten eingebunden sind. Pro Schuljahr erfolgt in der Regel ein Besuch im Berufsinformationszentrum (BIZ) in Rheine für die Schülerinnen und Schüler.

Das Schülerbetriebspraktikum ist eingebunden in das Gesamtkonzept der Berufswahlvorbereitung durch Schule und Berufsberatung. Bei der Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung ist eine permanente, präventive und aktive Kooperation zwischen Erziehungsberechtigten, Schule, Betrieben und Berufsberatung dringend erforderlich. Die Schülerinnen und Schüler der 9. und 10. Jahrgangsstufe absolvieren in der Regel pro Halbjahr ein zwei- bis dreiwöchiges Blockpraktikum. Bei einigen Schülerinnen und Schülern wird je nach individuellem Förderbedarf auch ein wöchentlicher Praktikumstag für mehrere Monate angeboten.

An der Schule wurde der Berufswahlpass eingeführt. Der Berufswahlpass besteht aus einem DIN-A4 Ringordner mit Register-, Informations- und Arbeitsblättern. Er fasst alle notwendigen Unterlagen zusammen, die für eine überlegte Berufswahl sinnvoll sind und ist geeignet, den Weg zur Berufswahl zu dokumentieren. Er stellt die Angebote zur Berufsorientierung vor, hilft bei der beruflichen Orientierung und ermöglicht es Eltern, Lehrkräften, der Berufsberatung und Betrieben die Jugendlichen auf ihrem Berufsfindungsweg zu unterstützen.